SPENDENAKTION IM ADVENT

am Samstag, 28. November 2020 10:00
Bericht: Webmaster Konvent

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Seit vielen Jahren ist es Tradition im Schulverein der Dominikanerinnen, dass der Erlös des „Advents auf dem Schlossberg“ für einen karitativen Zweck gespendet wird. Dieses Jahr ist alles anders. Unser Adventmarkt kann leider nicht stattfinden. Wir möchten trotzdem ein wichtiges Projekt unterstützen und starten mit Beginn unseres digitalen Adventkalenders eine Spendenaktion für die Dominican Sisters St Catherine of Siena im Irak. Sie setzen sich schon lange Zeit für die Bildung von Kindern und Jugendlichen ein. Kriegerische Handlungen haben in den letzten Jahren zur Zerstörung vieler Klöster und Schulen geführt. Der Wiederaufbau ist in vollem Gange, damit so viele Kinder und Jugendliche wie möglich wieder am Schulalltag teilnehmen können. Unsere Spendenaktion soll genau da unterstützen.

Wir bitten Sie daher um einen Beitrag für den Wiederaufbau und die Ausstattung der Bildungseinrichtungen zugunsten der Kinder im Irak. Alle Spenden werden aus organisatorischen Gründen (Zahlungen in den Irak unterliegen strengen Überwachungen) über das Schulkonto der AHS gesammelt. Der Betrag wird durch den Konvent der Dominikanerinnen aufgerundet und anschließend an die Schwestern im Irak überwiesen.

 

Kontoeigentümer: AHS Dominikanerinnen
Kontonummer: IBAN AT43 2011 1842 4533 0001
Verwendungszweck: „Advent auf dem Schlossberg“

 

Wir informieren Sie im neuen Jahr über das Ergebnis
und danken im Voraus sehr herzlich für Ihre Unterstützung.

 

Konvent und Schulverein der Dominikanerinnen

 

 

Wer sind die Dominican Sisters St Catherine of Siena, im Irak?

Seit frühester Zeit gibt es Christen im Irak – auch unser Orden ist seit langem dort vertreten.
Im August 2014 wurden die Dominikanerinnen – wie alle Christen der Gegend – vom Islamischen Staat (IS) aus der Ninive-Ebene vertrieben und mussten ihre Häuser und Schulen zurücklassen. Einige der älteren Schwestern starben aufgrund der schweren Strapazen der Flucht durch die Wüste. Die Schwestern wollten den Irak nicht verlassen und fanden Zuflucht in Erbil, einer Stadt im nordirakischen Kurdengebiet, wo sie mit Tausenden anderen geflüchteten Christen in Flüchtlingslagern lebten.

Sofort begannen sie auch dort mit der Betreuung von Kindern und Jugendlichen, um die traumatisierten Familien zu entlasten. Sie sorgten für eine medizinische Grundversorgung und verteilten Güter des täglichen Lebens. In dieser Zeit eröffneten sie zwei Kindergärten, eine Grundschule und ein Krankenhaus.

Als die Schwestern im Jahr 2016 nach der Zerschlagung des IS wieder in die Ninive-Ebene zurückkehren konnten, fanden sie von ihren Klöstern und Schulen nur noch Ruinen vor. Ein Filmteam begleitete die Schwestern damals bei ihrem ersten Besuch zurück in Quaraqosh. Die einst blühende Metropole glich einer Geisterstadt. Auch die Kirche war zerstört. Sehen Sie hier das Video.

Dasselbe erschreckende Bild bot sich auch in Mosul und anderen Städten der Gegend, in denen die Schwestern vor der Belagerung durch den IS tätig waren.

Im Jahr 2016 begannen die Dominikanerinnen sofort nach ihrer Rückkehr mit dem Wiederaufbau. Da die Klöster zerstört waren, zogen sie in kleinen Gruppen in Häuser in der Umgebung, um den Menschen vor Ort nahe sein zu können. Dank rascher Spenden aus aller Welt konnten die ersten Schulen und Kindergärten wieder eröffnet werden. Doch die Arbeit ist noch lange nicht beendet. Vieles muss von Grund auf neu geplant und errichtet werden. Den Schwestern ist es ein großes Anliegen, gerade der jungen Generation durch Bildung einen neuen Weg ins Leben zu eröffnen – und so zum Frieden in der Region beizutragen.

 

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